Datensicherung Backup mit Tivoli Storage Manager (TSM) unter Unix

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Was ist zu tun?

  • Einen Vertrag mit dem IMT abschließen
  • TSM-Client-Software installieren
  • TSM-Client-Software konfigurieren
  • Restaurierung von Daten

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Vertrag mit dem IMT abschließen

Um an der Datensicherung teilnehmen zu können, muss ein Vertrag mit dem IMT abgeschlossen werden. In diesem Vertrag wird ein Ansprechpartner benannt. Dieser muss die ordnungsgemäße Sicherung überwachen. Er muss mit dem IMT auch Änderungen bei der Sicherung absprechen (größere Änderungen beim Sicherungsaufkommen oder Wegfall eines Clients). Nach Abschluss des Vertrages wird der Rechner bei einem der 3 Datensicherungsserver angemeldet.

TSM-Client-Software installieren

1. Man kann die jeweils neueste Version vom der RWTH Aache herunterladen:
https://doc.itc.rwth-aachen.de/display/BURS/Download+der+Client-Software

Der neue TSM-Server läuft unter der Version 7.1.4


2. Für die Installation muss das entsprechende Paket heruntergeladen und ausgeführt werden.
Wenn Sie eine nicht-englische Version benötigen, müssen Sie das entsprechende Sprachpaket zusätzlich herunterladen und ebenfalls installieren.


TSM-Client-Software konfigurieren

Konfigurieren (Unix)

Nach der Installation der Pakete wird die Text-Datei /opt/tivoli/tsm/client/ba/bin/dsm.sys bearbeitet:

SERVERNAME    Sicherungsname   /* Dieser Name ist frei wählbar. 
COMMMMETHOD   TCPIP      /* Standardeingabe 
TCPPORT       150xx      /* xx steht für 37,41 oder 42 entsprechend dem Server. 
TCPSERVERADDRESS bxx.rz.rwth-aachen.de /* xx steht wieder für 37,41 oder 42. 
PASSWORDACCESS   generate    /* Das Verbindungspasswort wird auf den Clienten gespeichert und alle 3 Monate neu gesetzt. 
NODENAME         Nodename    /* Name des Clients, wie beim Server angemeldet mit uni-paderborn.de 
INCLEXCL         Pfadname    /* Pfadname der Dateien, in der die include/exclude-Liste steht, z. B. /opt/tivoli/tsm/client/inclexcl.txt 
ERRORLOGNAME     Pfadname    /* Pfadname für die error.log-Datei, z. B. /var/log/tivoli/dsmerror.log
SCHEDLOGNAME     Pfadname    /* Pfadname für die schedule-log-Datei, z. B. /var/log/tivoli/dsmsched.log 
ERRORLOGRETENTION 7 D        /* Log Einträge werden nach 7 Tagen gelöscht.
SCHEDLOGRETENTION 7 D        /* Log-Eintrage werden nach 7 Tagen gelöscht. 
ENCRYPTKEY       SAVE        /* Der Verschlüsselungskey wird auf dem Clienten gespeichert (default). 
ENCRYPTIONTYPE   AES128      /* (default: DES56) 

Nach der Konfiguration dsmc aufrufen.
Beim ersten Verbindungsaufbau werden Sie nach dem TSM-Verbindungspasswort gefragt, das bei der Anmeldung beim Server generiert wurde. Nach dem 1. Verbindungsaufbau wird dieses Passwort vom Server neu gesetzt und auf dem Clienten gespeichert.

Daten sichern

Tägliche Sicherung mittels des Schedulers:
Der Scheduler sollte in der Hochfahrroutine gestartet werden.
Wenn die Konfigurationsdatei dsm.sys geändert wurde, muss der Scheduler neu gestartet werden.

Starten einer Sicherung auf einem Unix-Client:
Man kann die Sicherung auch manuell starten, z. B. mit

  dsmc incremental  /home/  -subdir=yes

Achtung:

  • den abschließenden / bei der Directory-Angabe nicht vergessen!!!
  • Umlaute in Dateinamen: es muss die Variable LANG=en_US gesetzt werden

Include/Exclude-Listen (Beispiele)

Eine ausführliche Beschreibung finden Sie unter:
http://publib.boulder.ibm.com/tividd/td/TSMC/SH26-4122-01/de_DE/HTML/ans50013.htm

Mit Include/Exclude-Listen kann man Dateien in die Sicherung einschließen oder aus der Sicherung ausschließen. Man kann die Befehle direkt in die Datei dsm.sys eintragen oder eine separate Datei erzeugen. Der Pfadname dieser Datei muss dann in der dsm.sys mit dem Befehl INCLEXCL pfad angegeben werden.
Include/Exclude-Listen werden von unten nach oben abgearbeitet (Ausnahme exclude.dir).

Exclude.dir     nimmt ein Verzeichnis aus der Sicherung, unabhängig von der Reihenfolge der Include/exclude-Befehle.
Exclude.dir  /dir1/tmp     Dieses Verzeichnis wird nicht gesichert.
Exclude.dir  /*/tmp     Das Subdirectory tmp wird nicht gesichert.
Exclude.dir  /.../*netscape/cache     netscape/cache wir nirgends gesichert.

Exclude.file  /.../core Die Datei core wird nicht gesichert.

Wenn z. B. nur das Directory abc gesichert werden soll, dann muss man schreiben:

Exclude  /.../*
Include  /abc/…/*

Dieses Konstrukt ist notwendig, da include und exclude nur auf Files wirken.

Mit dem Befehl

dsmc query inclexcl

kann man die Include/exclude-Listen überprüfen. Das ist sehr zu empfehlen.

Bitte beachten Sie:
Ab Version 5.5 beträgt die maximale Anzahl Zeichen für einen Dateinamen 256. Die maximale Gesamtlänge des Dateinamens und des Pfadnamens beträgt 1024 Zeichen. Die Unicode-Darstellung eines Zeichens kann mehrere Byte in Anspruch nehmen, sodass die maximale Anzahl Zeichen, die ein Dateiname enthalten könnte, variieren kann.

Bei früheren Versionen war die maximale Dateilänge 30 Zeichen und die maximale Pfadlänge 256 Zeichen.

Die Sicherung kann bei Überschreitung dieser Grenzen eventuell ohne Fehlermeldung abgebrochen werden.


Verschlüsselung

Um Daten zu verschlüsseln, sind folgende Einträge in der dsm.sys-Datei vorzunehmen:

Encryptkey save  /* (default) 
Encryptiontype AES128   /*(default: DES56) 

Zur Steuerung der Verschlüsselung dienen im Wesentlichen zwei Optionen: Mittels include.encrypt <Muster> wird festgelegt, dass die Dateien, deren Namen dem angegebenen Muster entsprechen, verschlüsselt werden sollen. Diese Option bedeutet nicht, dass die betroffenen Dateien damit auch automatisch ins Backup eingeschlossen werden; dies müsste ggf. durch andere Include-Anweisungen sichergestellt werden.

z. B.:
Exclude /.../*
Include /sicher/.../*
Include.encrypt /sicher/.../*

In diesem Beispiel werden alle Files des Directories sicher verschlüsselt gesichert.

Wenn alle Dateien verschlüsselt werden sollen, schreibt man den Befehl

INCLUDE.ENCRYPT    /.../*

in die Datei dsm.sys.


Bei der ersten Benutzung wird nach einem Verschlüsselungs-Passwort gefragt. Dieses Passwort wird wie das Verbindungspasswort in einer Datei abgespeichert. Sollte diese Datei verloren gehen, werden Sie wieder nach dem Passwort gefragt. Sollten Sie es nicht mehr wissen, können die Daten nicht mehr restauriert werden.

Ab Version 5.5 kann der Verschlüsselungskey vom Server generiert werden. Das generierte Schlüsselkennwort wird in verschlüsseltem Format auf dem Tivoli-Storage-Manager-Server aufbewahrt. Das Schlüsselkennwort wird an den Tivoli-Storage-Manager-Client zurückgegeben, damit die Datei in Zurückschreibungs- und Abrufoperationen entschlüsselt werden kann.

Wenn Sie diese Option nutzen wollen, muss in der Datei dsm.sys Encryptkey generate angegeben werden.


Restaurierung

Mit dem Befehl

dsmc restore Pfad [Pfad_neu] Optionen 

werden Dateien aus der Datensicherung wiederhergestellt.

Mit dem Befehl

dsmc query backup Pfad  Optionen

können Sie überprüfen, ob die Daten in der Datensicherung vorhanden sind.

Optionen:

-subdir=yes Auch subdirectories werden restauriert.
-pitdate=mm/dd/yyyy Point in time restore
-todate=mm/dd/yyyy Bis zum Zeitpunkt wird restauriert.
-fromdate=mm/dd/yyyy Ab Zeitpunkt wird restauriert.
-inactive Auch inaktive Dateien werden restauriert (wichtig).
-pick Wenn mehrere Versionen einer Datei vorhanden sind, kann man eine auswählen.

Daten werden vom Pfad restauriert. Wenn Pfad_neu angegeben wird, werden die Daten in den neuen Pfad und nicht an die Originalstelle geschrieben.

Mit

dsmc -virtualnodename=name eines Clienten 

kann auf einen anderen Clienten restauriert werden. Es muss das Passwort des Clienten, vom dem restauriert werden soll, bekannt sein.


Bei Fragen oder Problemen wenden Sie sich bitte an die IMT:Benutzerberatung

Notebook-Café BI1.111 IMT:ServicePoint N5.345 Tel.: +49 (5251) 60-5544 E-Mail: imt@uni-paderborn.de